Ohne Moos nix los!

 
Schmerzhafte Änderungen durch? – Basel III

Jochen Mulfinger, Inhaber der MWB-Wirtschaftsberatung, gibt wichtige Impulse für die Mittelstandsfinanzierung im Umfeld von Basel III.

Seit einigen Jahren kommt in den Medien der Begriff „Basel III“ verstärkt zum Einsatz. Auch Kreditinstitute informieren Firmenkunden regelmäßig über neue bankaufsichtsrechtliche Regelungen und kommunizieren die Auswirkungen auf die künftige Kreditvergabepraxis.

„Basel III“ ist der Oberbegriff für die Reaktion der internationalen Bankenaufsicht auf die Finanzkrise. Inhalt ist ein reformiertes bankaufsichtsrechtliches Regelwerk, das an sich nur das Verhältnis zwischen Banken und Bankaufsicht betrifft.

Jochen Mulfinger, Inhaber der MWB Wirtschaftsberatung: „Basel III hat dennoch erhebliche Auswirkungen auf die künftige Mittelstandsfinanzierung. In unseren Beratungen stellen wir fest, dass sich viele Unternehmen noch nicht ausreichend mit der Thematik auseinander gesetzt haben. Vor allem die Konsequenzen sind vielen Mittelständlern noch nicht ausreichend bewusst. Im Moment werden die doch zum Teil erheblichen Auswirkungen durch das historisch niedrige Zinsniveau deutlich überdeckt und kommen beim Mittelständler NOCH nicht an. Das böse Erwachen kommt ohne Vorbereitung vermutlich erst und dann umso schmerzhafter, wenn die Zinsen wieder steigen werden“.

Sicher ist, dass Banken ihre Kunden künftig noch genauer anschauen werden. Unternehmen mit einem mittleren Rating müssen mit steigenden Finanzierungskosten rechnen. Ebenfalls ist zu erwarten, dass mehr Sicherheiten verlangt werden.

Mulfinger nennt jedoch konkrete Handlungsempfehlungen, mit denen sich Unternehmen auf Basel III einstellen können.

Zum einen sollten die Erwartungen der Banken an das unternehmerische Reporting sowie an belastbare Planzahlen eingehalten werden. Wirtschaftliche Unterlagen und Planungen sollten in diesem Zuge immer unaufgefordert und zeitnah eingereicht werden.

Daraus folgt ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Professionalisierung der Finanzkommunikation. Unternehmen sollten ihre Bank immer über Veränderungen und wichtige Geschehnisse informieren und auch schlechte Nachrichten nicht verschweigen.

Die Optimierung des eigenen Ratings legt der Experte den Unternehmen besonders ans Herz. Hierfür können bei der eigenen Bank Verbesserungsvorschläge erfragt werden. Wichtig ist, dass sich die Unternehmensleitung die strategische Brille aufsetzt und zu echten Veränderungen bereit ist. Hierbei empfiehlt sich die objektive und neutrale Begleitung eine Beratungsprofis.

„Hinzu kommen passende Förderkredite und alternative Finanzierungsformen. Als optimale Mixtur werden sie zu einem wichtigen Baustein für den langfristigen (Finanzierungs-)Erfolg“, so Mulfinger abschließend.

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